NACHHALTIGE ENTWICKLUNG - DUISBURG

Im September 2015 verabschiedete die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Als zentrale Handlungsaufträge dieser Agenda wurden die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals), vielen auch unter dem Kürzel SDGs bekannt, formuliert. Die SDGs umfassen alle Themenfelder einer nachhaltigen Entwicklung in der Breite: vom Klimaschutz über Armutsbekämpfung bis hin zu menschenwürdiger Arbeit und Rechtsstaatlichkeit. Umwelt- und entwicklungspolitische Ziele sind damit erstmals in einer gemeinsamen globalen Agenda zusammengeführt. Die SDGs (s. Bild) sind ein für alle UN-Mitgliedsstaaten geltendes Zielsystem, dessen Umsetzung auf UN-Ebene regelmäßig überprüft wird. Auch in Deutschland sind die SDGs für Bund, Länder und Kommunen handlungsleitend. Die 2016 neu aufgelegte Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung basiert auf den SDGs, ebenso die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Nordrhein- Westfalen.

SDG Icons Quelle: LAG 21 NRW

DUISBURG AUF DEM WEG

Die Stadt Duisburg hat als eine der ersten Städte in NRW die Umsetzung einer lokalen Agenda 21 im Jahr 1996 beschlossen. In diesem Zuge wurde auch die erste Agenda-Schule in NRW, die Gesamtschule Globus errichtet. Das Duisburger Frauennetzwerk Lokale Agenda 21 (LA 21) koordiniert bis heute den Prozess.

Die Umsetzung des Agenda 2030 Prozesses als Nachhaltigkeitsstrategie in Duisburg kann nur durch Festlegung von Leitlinien und strategischen Zielen erfolgen. Die Nachhaltigkeitsstrategie soll als strategisches Handlungsprogramm der Stadt Duisburg konzipiert werden. Mit ihr wird der Rahmen gesetzt für die Umsetzung des Leitbilds einer nachhaltigen Entwicklung in Duisburg im Kontext der Agenda 2030.

DUISBURG IST ECHT

Duisburg (Fairtread Town) (Öffnet in einem neuen Tab) ist mit rund einer halben Million Einwohner*innen die fünftgrößte Stadt in Nordrhein Westfalen und liegt in der Metropolregion Rhein-Ruhr, welche zu größten Verdichtungsräumen in Europa gehört. Innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr agiert Duisburg als wirtschafts- und verkehrsinfrastrukturelle Schnittstelle zwischen den Städten des Ruhrgebietes und denen der Rheinschiene mit Verbindungen in den nahen und ferneren europäischen und außereuropäischen Raum (z.B. mit Direktverbindungen über die Schiene bis nach China in der Reaktivierung der “Silk Road”).

Als bedeutendster europäischer Stahlstandort, Logistikdrehscheibe mit dem größten Binnenhafen der Welt sowie Kreuzungspunkt verschiedener Autobahnen ist Duisburg eine Stadt, die sowohl Probleme als auch Chancen für den Klimaschutz und für eine Nachhaltige Entwicklung in sich trägt. Duisburg ist bereits seit einigen Jahrzehnten auf verschiedenen Ebenen aktiv, um Klimaschutzmaßnahmen (Öffnet in einem neuen Tab) in der lokalen Politik und öffentlichen Verwaltung, bei der Unternehmerschaft oder mit den Einwohner*innen zu entwickeln und umzusetzen.

Bestandsaufnahme DUISBURG.NACHHALTIGKEIT des Umweltamtes.

DUISBURG IST ENGAGIERT

Um eine gesamtstädtische Nachhaltigkeitsstrategie zu etablieren und praxistauglich zu installieren ist es unumgänglich, dass sowohl sämtliche Fachbereiche der Stadtverwaltung Duisburg im Sinne der SDGs ihre Leitlinien, Strategien und Maßnahmen benennen und zu einem gemeinsamen Werk zusammenführen.

Der Prozess „DU 2027 (Öffnet in einem neuen Tab)“ hat gezeigt, dass mit dem Erarbeiten der unterschiedlichsten Fachkonzepte zu einem Gesamtwerk, mündend in die „Teilräumlichen Strategiekonzepte“, eine solche Entwicklung von nachhaltigen Strategien gesamträumlich und gesamtstädtisch leistbar ist.

Der Gesamtprozess der Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie ist zurzeit als Working-in-Progress zu verstehen.

Themenfelder des Umweltamtes

Themenfelder des Umweltamtes

Die strategischen Ziele (Öffnet in einem neuen Tab) sind in stärkerem Maße planungs- und handlungsleitend und benennen, was in Duisburg im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung längerfristig bis 2030 erreicht werden soll. Ziele des Umweltamtes liegen in folgenden Themenfeldern:

  • Mobilität
  • Klima und Energie
  • Natürliche Ressourcen und Umwelt
  • Globale Verantwortung und Eine Welt
  • Geschlechtergerechtigkeit/Gender Mainstreaming

Mit der vorliegenden Entwurf soll das kommunale Verwaltungshandeln in Duisburg systematisch mit Blick auf nachhaltige Entwicklung und die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) dargestellt.

Projekte und Kampagnen

  • Potenzialanalyse Regenerative Energieressourcen in Duisburg
  • Klimaanalyse der Stadt Duisburg
  • Klimakonzept der Stadt Duisburg - Duisburg.Nachhaltig
  • Stadtentwicklungsprozess Duisburg 2027 
  • Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten 
  • Ihre Ideen - Unsere Stadt
  • Konvents der Bürgermeister 
  • Duisburger Umwelttage (DUISBURG.NACHHALTIG – DIE UMWELTWOCHEN)
  • Nachhaltigkeitspreis der Stadt Duisburg
  • Forschungsprojekt KliKER – Klimakommunen in der Euregio Rhein-Waal 
  • ÖKOPROFIT Duisburg 
  • Energy Award (EEA)
  • Projekt ESPADU – „Energiesparen an Duisburger Schulen“
  • Arbeitskreis Umweltbildung Duisburg
  • Die Auszeichnung Duisburgs zur "Fairtrade - Town", die am 31. Oktober 2013 erfolgte, war nicht das Ziel, sondern der Startschuss für ein weiterführendes Engagement, um das Thema Fairer Handel in Duisburg zu forcieren. Fairtrade und Nachhaltige Bildung reflektiert sich in Duisburg durch Fairtrade Schools und Fairtrade Kita´s
  • Ökologisches Quartier: Wohnvisionskonzept für die Entwicklung eines nachhaltigen Quartieres
  • IGA 2027 Metropole Ruhr – Zukunftsgarten „RheinPark und Anbindung“ und Gesamtstadt
  • IGA Science Center, Umwelt-bildungs-Standort
  • Radschnellweg (RS1)
  • Smartcity Duisburg
  • Kommunales Handlungskonzept Wohnen – wohn Vision Duisburg

Diese existierenden Maßnahmen sowie neue Ideen unterstreichen, dass Duisburg sich angesichts der Herausforderungen der Agenda 2030 auf einem guten Weg befindet.

Duisburg möchte auf dem Weg zur Nachhaltigen Kommune NRW auch zukünftig Projekte umsetzen, die zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beitragen. Gemeinsam mit der Verwaltung und der Zivilgesellschaft sollen dabei Strategien erarbeitet und Projekte angegangen werden.