Wasserstoffstandort Duisburg

Duisburg ist das Gravitationsfeld für die Wasserstoffwirtschaft

Wasserstoff wird als einer der Energieträger der Zukunft angesehen, dessen Potenzial die Gesellschaft näher an das Ziel eines klimaneutralen Lebens bringen soll. Dem Einsatz des Energieträgers Wasserstoff kommt – vor allem in der Industrie und in der Logistik in Duisburg – dabei eine Schlüsselrolle für die Rhein-Ruhr-Region und für das Land Nordrhein-Westfalen zu. 

Duisburg ist Europas größter Stahlstandort und allein für fünf Prozent der deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Die angestrebte Dekarbonisierung und Klimaneutralität in der Metallproduktion und -verarbeitung werden also als Erstes in Duisburg zum Einsatz kommen und den Markthochlauf bestehen müssen. 

Um den Transformationsprozess in der Industrie aber auch in der Logistik zu fördern, plant Duisburg die Realisierung eines Wasserstoff Hubs und macht sich damit auf den Weg, der „Wasserstoffstandort“ in Deutschland zu werden.

Die Stadt Duisburg treibt diese Entwicklung mit vielen Akteuren voran. Sie ist in zahlreiche landesweite, bundesweite und grenzüberschreitende Vorhaben eingebunden. 

 

Modellregion Düssel.Rhein.Wupper

Deshalb hat sich die Stadt bereits mit den Städten Düsseldorf, Wuppertal und dem Rhein-Kreis Neuss im Jahr 2020 in der Kompetenzregion Wasserstoff Düssel.Rhein.Wupper zusammengeschlossen. Das Konzept dieses Zusammenschlusses im Bereich der Wasserstoff-Mobilität wurde im Rahmen eines Landeswettbewerbes vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Digitalisierung und Entwicklung zum Besten des Landes gekürt.

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TIW in Duisburg

Duisburg ist einer von drei Standorten des neuen bundesweiten Technologie- und Innovationszentrums Wasserstoff (TIW) und hat damit 2021 den Standortwettbewerb des Bundesverkehrsministeriums gewonnen. 230 Millionen Euro werden am Standort des Stahlwerks HKM in Duisburg-Hüttenheim investiert. Der Schwerpunkt wird auf der Entwicklung von Standards und Zertifizierung der neuen, umweltfreundlichen Antriebsformen für Schwer- und Nutzlastfahrzeugen sein. 

Zusätzlich plant die Stadt Duisburg gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung DBI und startport einen Startup Hub zur besseren Vernetzung sowie ein Wasserstoff-Bildungszentrum, das im Rahmen des 5-Standorte Programms realisiert werden soll.

Wasserstoffverein Hy.Region.Rhein.Ruhr

Am 19. März 2021 wurde ein von der Stabsstelle Wirtschafts-, Europa- und Fördermittelangelegenheiten ein Netzwerk mit städtischen und privaten Unternehmen, Forschungsinstituten, Verbänden und Organisationen als Verein mit dem Namen Hy.Region.Rhein.Ruhr gegründet. Mit der Wasserstoff-Initiative “Hy.Region.Rhein.Ruhr e.V.“ ist eine zentrale Schnittstelle für die Aktivitäten der unterschiedlichen Partner im Bereich der Wasserstoffwirtschaft in Duisburg und Umgebung geschaffen. Ziel des Vereins ist die Interessenvertretung gegenüber dem Gesetzgeber, um die notwendigen Rahmenbedingungen einer künftigen CO2-emissionsfreien Wirtschaft und Energietechnik aktiv mitzugestalten.

Einbindung in zahlreiche Netzwerke und Projekte

Darüber hinaus ist die Stabsstelle Wirtschafts-, Europa- und Fördermittelangelegenheiten der Stadt Duisburg im Rahmen der Metropolregion Rheinland und im Rahmen der Euregio Rhein-Waal in die Netzwerke eingebunden und in weiteren Wasserstoffvorhaben aktiv. Diese sind zum Bespiel das EU CEF-Projekt RH2INE, welches sich damit befasst den Güterverkehr im Rheinkorridor bis 2050 klimaneutral zu gestalten oder das EU Projekt HECTOR, bei dem H2-angetriebene Abfallsammelfahrzeuge für die Wirtschaftsbetriebe angeschafft und getestet werden. Weiterhin ist die Stabsstelle Mitglied im H2-Expertennetzwerk des Ministeriums für Wirtschaft, Digitalisierung, Infrastruktur und Entwicklung und im Netzwerk Zero Emissie binnevart initiatieven D/NL. 

Frau Romy Seifert
Stabsstellenleiterin