Duisburg mobil - Mobilitätskonzept der Stadt Duisburg

Das Mobilitätskonzept ist eine Strategie für die Mobilitätsentwicklung in Duisburg. Das Konzept soll den Weg ebnen für eine nachhaltige, bedarfsgerechte und bezahlbare Mobilität für alle.

Die Mobilität steht auch in Duisburg vor großen Herausforderungen. Sie soll an den Bedarfen der Bevölkerung ausgerichtet sein, aber auch die wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen. 

Ein zukunftsfähiges, stadtverträgliches und bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot wird unter gesellschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt, die sich laufend verändern. Relevante Stichworte reichen von Lebensqualität und Teilhabe über Vernetzung und Digitalisierung bis zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Machen Sie mit!

Das Mobilitätskonzept entsteht nicht im stillen Kämmerlein. Wir beteiligen Fachakteure, politische Gremien – und Sie! Wir wollen lernen: Wie schätzen Sie die derzeitigen Mobilitätsangebote in Duisburg ein? Was sind Ihre Erwartungen an die Mobilität der Zukunft?

Im Rahmen einer Online-Umfrage wurden zwischen dem 31. Januar bis Ende Februar 2022 erste Ideen und Hinweise gesammelt. Insgesamt wurden über 2.600 vollständige Fragebögen ausgefüllt. Für die rege Teilnahme möchte die Stadt Duisburg sich herzlichst bedanken!

Die Fragebögen sind nun ausgewertet. Die zentralen Ergebnisse der nicht repräsentativen Umfrage werden im Folgenden gegliedert nach Verkehrsmitteln vorgestellt.

Die Onlinebefragung im Überblick

Kfz-Verkehr

Ein Großteil der Befragten nutzt mindestens wöchentlich das Auto – circa die Hälfte sogar täglich oder fast täglich. Dennoch wird gleichzeitig der Wunsch offensichtlich, das Kfz-Verkehrsaufkommen und die damit einhergehenden Belastungen zu reduzieren. Sowohl an Hauptverkehrsstraßen als auch in Wohngebieten zählen Lärm, Lkw-Verkehr, ein hohes Verkehrsaufkommen sowie zu hohe Geschwindigkeiten zu den am häufigsten genannten Belastungen. Darüber hinaus ging aus den Antworten hervor, dass E-Mobilität (noch) von geringer Bedeutung für die Befragten ist. Dennoch schätzen rund zwei Drittel der Teilnehmenden die Verfügbarkeit von öffentlichen Lademöglichkeiten als „viel zu gering“ ein.

Umweltverbund (Bus, Bahn, Fahrrad, Fußverkehr)

Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt Bus und Bahn seltener als einmal im Monat oder nie. Die am häufigsten genannten Gründe hierfür sind der Preis, zu lange Fahrzeiten und mangelnde Flächendeckung. Sowohl das ÖPNV-Angebot im Allgemeinen als auch dessen Barrierefreiheit und Sauberkeit werden mehrheitlich als unzureichend bewertet. Knapp 90 % wünschen sich außerdem eine höhere Taktung.

Etwa 40 % der Befragten nutzen das Rad seltener als einmal im Monat oder nie. Als wesentliche Gründe hierfür werden vorwiegend schlechte Fahrradwege, fehlendes Sicherheitsgefühl, das Wetter und schlechte Abstellmöglichkeiten am Zielort genannt. Häufig auftretende Konfliktpunkte umfassen außerdem Unebenheiten/Schäden, zu schmale/fehlende/plötzlich endende Radwege sowie gefährliche Verkehrsführungen. Infolgedessen bemängelt eine deutliche Mehrheit der Befragten sowohl den Zustand der Radwege als auch das subjektive Sicherheitsgefühl beim Radfahren. 

Den Zustand der Fußwege bewertet ein Großteil der Befragten mit „akzeptabel“ oder „gut“ – jedoch wird die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum mehrheitlich als „akzeptabel“ oder „schlecht“ wahrgenommen. Als häufigste Einschränkungen, denen sie im Fußverkehr begegnen, nennen die Befragten Verunreinigungen, Unebenheiten und geparkte Autos bzw. Motorräder. Dennoch fühlt sich die Mehrheit der Befragten bei der Fortbewegung zu Fuß sicher.   

Trotz vieler Kritikpunkte signalisierten die Befragten mehrheitlich, dass sie die Verkehrsmittel des Umweltverbunds unter verbesserten Rahmenbedingungen häufiger nutzen würden. Laut Teilnehmenden soll das künftige Mobilitätsangebot vor allem flexibel, sicher und leicht zugänglich sein. Insbesondere das Angebot im ÖPNV und im Radverkehr soll deutlich ausgebaut und verbessert werden.

Weitere Mobilitätsangebote

Ein sehr kleiner Teil der Befragten gibt an das Fahrradverleihsystem „metropolradruhr“ oder das Angebot an E-Scootern zu nutzen, sodass die überwiegende Mehrheit das Angebot nicht bewertet hat. Knapp ein Viertel wünschte sich dennoch einen künftigen Ausbau der Sharing-Angebote.

Viele der genannten Wünsche können über Anpassungen der Verkehrsinfrastruktur und -angebote aufgenommen werden. Ein anderer weit verbreiteter Wunsch sollte jedoch auf anderen Wegen umgesetzt werden: mehr gegenseitige Rücksichtnahme. Dieses Bedürfnis spiegelt sich auch in vielen eingegangenen Kommentaren und Hinweisen wider. Oft wurde darauf hingewiesen, dass ein Mobilitätskonzept alle Duisburger:innen angeht. Darum ist es nötig, die vielfältigen Ansichten und Bedarfe aller Menschen einzubeziehen, so gut es geht. 

Wer hat mitgemacht?

Rund 90 % der Teilnehmenden wohnen in Duisburg. Knapp über die Hälfte der Teilnehmenden ist männlich, während der Anteil an Frauen bei knapp unter der Hälfte liegt und sich 1 % als divers identifiziert. Am stärksten vertreten mit mehr als zwei Dritteln ist die Altersgruppe zwischen 31 und 65 Jahren, gefolgt von knapp einem Viertel zwischen 18 und 31 Jahren. Die Anteile an über 65-Jährigen und unter 18-Jährigen hingegen liegen bei jeweils gut 5 % und 1 %. 

Was passiert als nächstes?

Die Ergebnisse der Befragung werden derzeit aufgearbeitet und in den Analysebericht zur Mobilität in Duisburg eingearbeitet. Ihre zahlreichen Hinweise und Anmerkungen fließen also direkt in die Erarbeitung des neuen Mobilitätskonzepts mit ein.

Voraussichtlich findet nach den Herbstferien 2022 zudem ein Bürgerdialog statt, um die Perspektiven der Duisburger Bevölkerung weiterhin miteinzubinden. Informationen hierzu werden auf dieser Seite mit entsprechendem zeitlichen Vorlauf veröffentlicht.

FAQ

Weitere Informationen:

Die Stadt Duisburg hat die PTV Group, IGS und ifok beauftragt, das Mobilitätskonzept unter Einbindung der relevanten Akteure zu erstellen.

Kontakt inhaltliche Rückfragen:              

Kontakt technische Umsetzung:

Stadt Duisburg 

Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement 

PTV Transport Consult GmbH

Jan Malik 

Duisburg-mobilstadt-duisburgde

Tel.: 0211 938858-16

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