Trajekt-Promenade

Das Projektgebiet in Alt Homberg liegt auf einem Plateau direkt über dem Rhein und damit in einer äußerst attraktiven Lage.

Städtebaulicher Entwurf

Prägend für die Entwicklung war die erste Eisenbahnverbindung über den Rhein nach Duisburg, und zwar mittels Trajekten. Der markante Turm über der Verladeanlage ist als Denkmal noch vorhanden. Obwohl diese Transportmethode schon 1885 aufgegeben wurde, sorgten Bahn und Schiffsweg für die Ansiedlung von Metall verarbeitendem Gewerbe und einer Getreidemühle (Plange Mühle). Im Projektgebiet entstand eine bemerkenswerte Mischung, die neben Produktions- und Verkehrsbauten auch Fabrikantenvillen, eine Kirche und Ausflugsrestaurants am Rhein umfasste. Die markanten Architekturen und die vielfältigen Nutzungen sorgten für Stil und urbane Atmosphäre in einer hauptsächlich durch Arbeit geprägten Umgebung.

Heute sind die Bahntrasse und die meisten Gewerbebauten außer Betrieb, viele Flächen fallen brach. Dies bietet aber die einmalige Chance, den Stadtteil intensiver in Richtung Rhein zu entwickeln, sein Ufer zu beleben und neue Verknüpfungen herzustellen.

Bewusst als Fortsetzung und moderne Ergänzung der gewachsenen Struktur gedacht, zielt das Projekt auf die integrierte Entwicklung von Wohn-, Misch- und Gewerbelagen und setzt besondere Schwerpunkte in der flankierenden Freiraumplanung und im öffentlichen Raum. Die Identität und Lebensqualität Alt-Hombergs soll gesichert und gestärkt werden.

Verbindendes Element und Marke der Konzeption ist die „Trajekt-Promenade“, die als grünes Band parallel zum Rhein entsteht, eine weitere Fuß- und Radwegeverbindung herstellt und gleichzeitig eine Adresse für die entstehenden Wohnbauflächen bildet. Die Trajekt-Promenade nimmt dabei bewusst den mäanderden Verlauf des Rheins auf und überträgt diesen in Weg- und Bauform. 

Entlang der Trajekt-Promenade, die als autofreier, grüner Bewegungs- und Aufenthaltsraum konzipiert ist, entstehen Wohnbauflächen für Townhouses. Die geschwungene, parallel zum Fluss liegende Bebauungsstruktur wird durch zwei Querverbindungen Richtung Rhein gegliedert, welche die wassernahe Lage für Alt-Homberg erlebbar machen werden. Die Querverbindungen sind mit Gastronomie, Versorgung und Spielplätzen als urbane, belebte öffentliche Räume für Aufenthalt und Bewegung gedacht und ergänzen das flächig grüne Band der Trajekt-Promenade durch vertikales Grün an Fassaden und durch Bepflanzung. 

Entstehen wird ein neues Quartier, welches die Bebauungsstruktur Alt-Hombergs modern fortführt und durch seine ressourcensparende Planung zukunftsfest ergänzt. 

Mobilitäts- und Wohnkonzept