Portsmouthplatz

Ein prominenter, städtischer Bereich wie der Bahnhofsplatz weist eine typische Identität auf, die jeden Besucher in der Stadt willkommen heißen soll.

Der Portsmouthplatz gehört zu den zentralsten und wichtigsten Plätzen der Stadt. Das Eingangstor zur City ist gleichzeitig die Visitenkarte der Stadt. Wer mit der Bahn nach Duisburg kommt, nimmt als erstes den Bahnhof und den Bahnhofsplatz wahr. Hier prägt sich der erste Eindruck von Duisburg. Der Portsmouthplatz ist ein wichtiges Vernetzungselement in der Innenstadt. Der Rückbau von Verkehrsflächen ermöglicht die Errichtung zweier Gebäude, die den Platz fassen und die Wegebeziehungen in die Innenstadt städtebaulich verdeutlichen sowie den Platz beleben werden. Die Funktion des Platzes als zentraler Verknüpfungsort wird gestärkt und eine städtebauliche Integration des Entwicklungsbereichs „Duisburger Freiheit“ südlich des Hauptbahnhofs erreicht.

Bei der Planung wurde ein für Duisburg innovativer, neuer Weg beschritten: Das gewählte "Charrette-Verfahren" garantierte die geforderte Transparenz und das gemeinsame Planen von Architekten, Stadtplanern, Fachplanern, Nachbarn und Nutzern sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe.

Zahlreiche Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern für diese Duisburg angemessene Identität des Platzes wurden im Entwurf umgesetzt. Darunter Elemente wie (Sitz-) Mobiliar, Wasserspiele, Kunstobjekte werden zu wesentlichen identitätsstiftenden und Duisburg repräsentierenden Merkmalen des neuen Bahnhofsplatzes.

Materialien und Themen verweisen auf Schlüsselepochen der Stadtgeschichte Duisburgs. Der "Rote Teppich" hat als Inspirationsquelle den Bezug zur Stahlindustrie. Die Edelstahl-Loxodrome sowie die neuen Mercatorstühle thematisieren Gerhard Mercator mit globaler Bedeutung bis in die Zukunft. Wasser assoziiert den Rhein, die Ruhr und den Hafen.

Auch Orte der Erinnerung und der Besinnung sind in einem angemessenen Rahmen feinfühlig in den Bahnhofsplatz und das städtische Umfeld eingebunden. So finden zwei Symbole des Gedenkens ihren Platz in der Mitte der Stadt: gemeinsam mit Vertretern der Angehörigen der Opfer der Love-Parade wurden Standort und Anordnung der Magnolien auf dem Platz festgelegt. Die von Kirschbäumen gerahmte Gedenkstele für die von 1938 bis 1945 deportierten jüdischen Kinder des Künstlers Gerhard Losemann im City-Hain wird durch die gestalterische Verwendung weiterer Kirschbäume auf dem Bahnhofsplatz eingebunden und in die Gestaltung integriert.

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Copterflug: Der Portsmouthplatz im Juli 2017

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