Integriertes Handlungskonzept Hochfeld

Die Lage am Hochufer des Rheins hat den industriellen Aufschwung Hochfelds im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestärkt. Ablesbar ist das noch heute an den teils gründerzeitlichen Baustrukturen im Herzen Hochfelds.

Aktuell:

Zur aktuell laufenden Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) Hochfeld informieren die Stadt Duisburg und das Stadtteilbüro Hochfeld der EG DU auf einer neuen Website über bestehende und neue Projektideen für den Stadtteil. Bis zum 3. September 2020 hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich über die Handlungsfelder und Projekte des Stadtentwicklungskonzeptes Hochfeld zu informieren, diese einzuschätzen sowie auch eigene Ideen mitzuteilen. Sämtliche Beiträge aus der Onlinebeteiligung werden im Nachgang zusammengetragen und in einer Dokumentation veröffentlicht. 

Allgemein:

Mit dem Niedergang der Schwerindustrie gingen im Laufe der letzten 50 Jahre mehr als 20.000 Arbeitsplätze im Stadtteil verloren. Kaufkraftverluste, Geschäftsschließungen und -leerstände, sowie Wohnungsleerstände waren die Folgen.  Im Jahr 2005 hatte Hochfeld mit 15.590 Einwohnern seinen niedrigsten Einwohnerstand und bis dato fast die Hälfte seiner Bevölkerung verloren. Einher ging dies zudem mit einer deutlichen Verschiebung in der Bevölkerungsstruktur in dem einstmals überwiegend von Arbeiter- und Facharbeiterfamilien bewohnten Stadtteil. Wohnungsleerstand sowie preiswerter unsanierter Wohnraum zog vermehrt Bewohner mit wenig Einkommen nach, darunter inzwischen etwa 40 % Menschen mit Migrationshintergrund.

2001 wurde die Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) mit der Erarbeitung eines integrierten Handlungskonzepts zur Erneuerung des Stadtteils beauftragt, das 2016 fortgeschrieben wurde. In den letzten 15 Jahren konnten mit Hilfe der Städtebauförderung durch Stadt und EG DU eine Vielzahl baulicher Projekte umgesetzt werden. Die Umgestaltung des Brückenplatzes und des Paulusplatzes, die Revitalisierung des Bönninger Parks sowie die komplette Neugestaltung und Wiederherstellung der Arkaden in der Wanheimer Straße, der Einkaufsstraße im Herzen des Stadtteils, sind einige Beispiele. Aktuell erfolgen der Neubau des Kinder- und Jugendtreffs „Blaues Haus“ und die Erweiterung des RheinParks. In naher Zukunft folgen die Neugestaltung des Hochfelder Markts, der Ausbau der angrenzenden Gemeinschaftsgrundschule zu einer Quartiersschule, der Umbau der Sportanlagen an der Paul-Esch-Straße zu einem integrativen Sport- und Begegnungszentrum, der Neubau des Familienzentrums an der inklusiven Kita Immendal und die Umgestaltung des nördlichen Grünen Rings. Insgesamt umfaßt das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) Hochfeld 30 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro.

In den kommenden Jahren liegt der Fokus der Stadtentwicklung für Hochfeld auf dem Ausbau des Rheinparks und der städtebaulichen Entwicklung von RheinOrt. Die bereits heute äußerst beliebte Parkanlage am Hochufer des Rheins wird flächenmäßig erweitert und soll 2027 einer der drei zentralen Veranstaltungsorte der Internationalen Gartenbauausstellung IGA Metropole Ruhr 2027 werden.

Weitere Informationen:

Stadtplan