Campus Marxloh

Kernstück des Konzeptes ist der Neubau eines Gebäudes als außerschulischer Lern-, Bildungs- und Qualifizierungsstandort auf einem Teilbereich des Geländes der Herbert-Grillo-Gesamtschule.

Ein offenes Haus für Marxloh

Gemeinsam mit den umgebenden Gebäuden am benachbarten Quartiersplatz, in denen unterschiedlichste Akteure aus dem Ortsteil Bildungsangebote bereithalten, bildet dieses Ensemble in seiner Gesamtheit den „Campus Marxloh“. Das sogenannte „Campus-Gebäude“ soll in Zukunft im Sinne eines „Community Centers“ für vielfältige Bildungs-, Qualifizierungs- und Integrationsangebote städtischer und zivilgesellschaftlicher Akteure dienen. Für das Projekt „Campus Marxloh“ wurde vom Land NRW eine EFRE-Förderempfehlung ausgesprochen.

Im Frühjahr 2018 befasste sich ein Wettbewerb mit der architektonischen Gestaltung des „Campus-Gebäudes“ und einer teilweise landschaftsarchitektonischen Neugestaltung der umliegenden Freianlagen und Schulhofbereiche. Die Planung sieht ein eigenständiges Gebäude mit ca. 50 Räumen und ca. 3.900 qm BGF auf vier Etagen sowie ein Dachgarten fürwechselnde Nutzergruppen vor.

Für die Vergabe der Planungsleistungen führte das Immobilien-Management Duisburg (IMD) ein Vergabeverfahren nach der Vergabeordnung mit vorgelagertem, nicht offenem Planungswettbewerb durch. Teilnehmende am Planungswettbewerb waren sieben Teams der Fachrichtung Architektur, Landschaftsarchitektur, Tragwerksplanung und der Fachplanung für Technische Gebäudeausrüstung. Federführend ist die Fachdisziplin Architektur.

Das Preisgericht tagte am 9. Mai 2018 unter dem Vorsitz des Bochumer Architekten Holger Rübsamen in der Mensa der Herbert Grillo-Gesamtschule in Marxloh. Es betonte dabei die hohe Qualität aller Wettbewerbsbeiträge. Insgesamt sieben Bewerbergemeinschaften hatten eine Arbeit anonym und fristgerecht eingereicht.

Mit dem ersten Preis wurde die Arbeit des Planungsteams unter der Führung des Architekturbüros „as-if Architekten Grundei Kaindl GbR, Berlin, mit capattistaubach Urbane Landschaften  Landschaftsarchitekten, Berlin“ ausgezeichnet.  Das Projekt bildet die Grundlage für die Umsetzung des Neubaus und die Neuordnung der Außenbereiche des gesamten Schulareals. Die beiden Preisträger, gemeinsam mit ihren Projektpartnern HTW – Hetzel, Tor-Westen + Partner Ingenieurgesellschaft aus Düsseldorf und HHT Bauingenieure aus Berlin, planen nun seit letztem Jahr im Auftrag des Bauherren IMD.

Das Projekt überzeugte die Preisrichter durch seinen offenen, dem Quartier zugewandten Charakter. Foyer und Kaffeebereich werden über einen Vorplatz mit der großen Platane am Platz „An der Paulskirche“ erreicht. Der Vorplatz wird dabei selbstverständlich in die Nutzungen des Campus mit einbezogen. Die niedrigschwellige Eingangssituation setzt sich auch in den rund um ein Atrium und Lichthof organisierten Obergeschossen fort. Das Projekt löst den Anspruch eines „lebendigen offenen Hauses“ ein, den die Beteiligten des Campus Marxloh und der Herbert-Grillo-Gesamtschule im Vorfeld formulierten. Es war zudem ein Favorit, für die an den Beratungen des Preisgerichts mitwirkenden Schülerin und Schüler der Gesamtschule.

Bis Januar 2019 lag eine Planung vor, die den Anforderungen einer Förderung mit EU-Fördermitteln entspricht. „Starke Quartiere – Starke Menschen“, so lautete der Programmaufruf in dessen Rahmen das integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) vom Rat der Stadt beschlossen wurde. Erstes zentrales Ziel für den Stadtteil Marxloh ist die Stärkung und Weiterentwicklung als Bildungsstandort, so ist die Realisierung des „Campus Marxloh“ das Schlüsselprojekt des ISEKs.

Im Februar 2019 wurde der Baubeschluss vom Rat der Stadt Duisburg zugestimmt. Gleichzeitig wurde die Finanzierung für den Betrieb des Bildungs- und Qualifizierungszentrums, inklusive Personal-, Miet-, Betriebs- und Sachkosten für die Dauer der Förderbindung durch die Stadt beschlossen.

Die Förderanträge für die EFRE-Förderung und die Städtebauförderung für das Projekt wurden im Februar 2019 gestellt, im Herbst wird die positive Bewilligung erwartet. Die Planung geht voran: Mitte des Jahres wird der Bauantrag gestellt. Der Zeitplan sieht die Fertigstellung des Bauvorhabens bis Anfang 2022 vor, so dass das Community Center im gleichen Jahr eröffnet werden kann.

geplanter Neubau: Gebäude rechts mit begrüntem Dachgarten und Neugestaltung des Umfeldes

Stadtplan