Impfungen - FAQ

IMPFBERECHTIGUNG

Wer wird geimpft?

Nach der bundesweit geltenden Coronavirus-Impfverordnung haben bei der Schutzimpfung folgende Personen höchste Priorität: 
 
Personen, die in Alten- und Pflegeeinrichtungen betreut werden. Die Impfungen haben am 27. Dezember 2020 begonnen und werden kontinuierlich fortgesetzt.  
 
Mitarbeiter*innen mit hohem Infektionsrisiko in Krankenhäusern werden seit dem 18. Januar 2021 geimpft.
 
Beschäftigte der ambulanten Pflegedienste bekommen gesonderte Termine im Impfzentrum angeboten. Geplanter Impfbeginn ist der 10. Februar 2021.
 
Personen ab 80 Jahre:  

Alle Personen, die mobil sind, können seit Montag, 25. Januar 2021 einen Termin in Ihrem örtlichen Impfzentrum vereinbaren. Nutzen Sie oder Ihre Angehörigen dafür bitte ausschließlich die Online-Anmeldung auf der Internetseite www.116117.de, oder rufen Sie die kostenlose Telefonnummer (0800) 116 117 01 (täglich von 8 bis 22 Uhr) an. Die Impfungen beginnen am 8. Februar.

Wer die eigene Wohnung nicht verlassen kann, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt geimpft werden. Der derzeit zur Verfügung stehende Impfstoff ist für eine Impfung im häuslichen Bereich nicht geeignet. Sobald weitere Impfstoffe zur Verfügung stehen, die transportabel sind, werden auch diese Personengruppen in ihrer häuslichen Umgebung aufgesucht und geimpft.

Im Anschluss werden alle weiteren Personengruppen die Möglichkeit der Impfung bekommen. Ein genauer Zeitplan existiert noch nicht. Er ist abhängig von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs und dem Voranschreiten der Impfungen bei den gefährdeten Personengruppen.  

Woher erfahre ich, dass ich ein Recht auf eine Impfung habe?

Jede Person hat ein Recht auf eine Impfung. Zu welchem Zeitpunkt Sie geimpft werden können, erfahren Sie z.B. durch Anschreiben oder über die Presse.

Die Impfungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen laufen seit dem 27. Dezember 2020. Sofern Sie Bewohner*in eine dieser Einrichtung sind, wenden Sie sich mit Fragen bitte an das betreuende Personal.

Die Impfungen für Personen über 80 Jahre, die mobil sind und in das Impfzentrum kommen können, werden am 8. Februar beginnen. Termine können seit dem 25. Januar 2021 telefonisch unter 0800 116 117 01), oder über die Internetseite www.116117.de vereinbart werden. 

Bitte beachten Sie: Einen Impftermin erhalten Sie ausschließlich über die oben genannte Telefonnummer, bzw. Internetseite. Weder das Call Center der Stadt Duisburg, noch das Gesundheitsamt oder andere städtische Ämter und Institutionen dürfen Impftermine zu vereinbaren.

Was können Personen tun, die über 80 sind, aber noch keinen Brief erhalten haben?

Diese Personen können sich auch ohne Brief problemlos bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein unter "0800 - 116 117 01" registrieren lassen. 

Wie laufen die Einzelfallentscheidungen im Rahmen der Impfverordnung?

Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus zu befürchten haben, können seit Ende Februar einen Antrag auf eine Einzelfallentscheidung stellen. Hierfür sind u. a. begründete (fach-)ärztliche Zeugnisse der behandelnden Ärzte vorzulegen, aus denen sich zweifelsfrei ein entsprechendes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus ergibt. Bitte beachten Sie jedoch, dass Ihnen nicht sofort ein Impfangebot gemacht werden kann, sondern erst dann, wenn die entsprechende Personengruppe in die Sie eingestuft wurden, durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen freigegeben wurde. 

Sofern Sie beabsichtigen, einen Antrag auf eine Einzelfallentscheidung zu stellen, wenden Sie sich bitte für weitere Informationen zunächst telefonisch (0203/940049) oder per E-Mail (cc-coronastadt-duisburgde) an die Corona-Hotline.

Muss ich mich impfen lassen bzw. gibt es Menschen, die sich (beruflich) impfen lassen müssen?

Eine generelle Impfpflicht besteht nicht.

Existiert eine spezielle COVID-19-Impfung für Kinder?

Eine Impfung für Personen unter 16 Jahren wird derzeit nicht empfohlen.

VOR DER IMPFUNG

Ab wann sind Impfungen verfügbar?

Seit Ende Dezember ist der erste Impfstoff der Firma BioNTech verfügbar. Die Impfungen für bestimmte Personengruppen haben in Duisburg am 27. Dezember begonnen. Momentan werden Bewohner*innen von Alten- und Pflegeeinrichtungen geimpft. Die Impfung der Mitarbeiter*innen mit hohem Infektionsrisiko in Krankenhäusern hat am 18. Januar 2021 begonnen. Ab dem 08. Februar werden die Impfungen für Personen über 80 Jahre in den Impfzentren beginnen.

Ein Impfstoff der Firma Moderna ist seit dem 07.01.2021 ebenfalls in der EU zugelassen und wird aktuell in den Uni-Kliniken verimpft (Auch dort bestehen derzeit Lieferengpässe). Wann der Impfstoff in welchen Mengen tatsächlich zur Verfügung stehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Wo wird in Duisburg geimpft?

Das Corona Center Duisburg befindet sich im Theater am Marientor.

Zusätzlich sind mobile Impfteams dabei, Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen zu impfen.

Impfberechtigte Mitarbeiter*innen in Krankenhäuser werden in ihren Einrichtungen geimpft.

Wer die eigene Wohnung nicht verlassen kann, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt geimpft werden. Der derzeit zur Verfügung stehende Impfstoff ist für eine Impfung im häuslichen Bereich nicht geeignet. Sobald weitere Impfstoffe zur Verfügung stehen, die transportabel sind, werden auch diese Personengruppen in ihrer häuslichen Umgebung aufgesucht und geimpft.

Findet vor der Impfung eine Untersuchung statt?

Akut erkrankte Personen sollten sich nicht impfen lassen. 

Vor der Impfung wird eine Temperaturmessung vorgenommen. Bei Auffälligkeiten stellt ein Arzt die Impffähigkeit fest.

Darf ich mich auf Grund meines Gesundheitszustandes impfen lassen?

Die endgültige Impfentscheidung trifft der verantwortliche Arzt im Impfzentrum in direkter Absprache mit dem Patienten individuell. Es werden alle Aspekte eventuell bestehender Vorerkrankungen besprochen. Es erfolgt ebenfalls eine Abklärung bei einem Verdacht, ob die zu impfende Person eventuell bereits infiziert ist.

Ich bin aktuell erkrankt, darf ich trotzdem geimpft werden?

Wie bei jeder anderen Impfung sollte man gesund sein, bevor die Impfung erfolgt.

Personen, die Vorerkrankungen haben oder an einer chronischen Krankheit leiden, sollten zuvor Rücksprache mit ihrem Hausarzt halten.

Ich bin aktuell an Corona erkrankt, darf ich trotzdem geimpft werden?

Personen, die aktuell an einer COVID-19 Infektion erkrankt sind, wird nach aktuellem Stand der klinischen Forschung keine Impfung empfohlen.

Ich hatte bereits Covid-19. Muss ich dennoch geimpft werden oder ist eine Impfung nicht mehr notwendig?

Für Patienten, die bereits die COVID-19-Erkrankung durchlebt haben, wird derzeit keine Impfung empfohlen. 

Wer ist mein Ansprechpartner?

Zuallererst: Der Hausarzt. Er legt die Impfbedürftigkeit einzelner Patent*innen fest, die einer festgelegten, vulnerablen (besonders empfindlichen) Gruppe angehören. 

Die Beratung im Vorfeld sollte ebenfalls über den Hausarzt erfolgen. Er kennt seine Patienten und deren Krankengeschichte am besten.

Auch bei Angehörigen der systemrelevanten Berufe ist der Hausarzt oder der Betriebsmediziner der erste Ansprechpartner.

Wie bekomme ich einen Termin?

Impfberechtigte - derzeit Personen, die über 80 Jahre sind und sich in einem der Impfzentren impfen lassen wollen, können seit dem 25. Januar unter der Telefonnummer (0800) 116 117 01, oder der Internetseite www.116117.de einen Termin machen.

Der Termin für die 2. Impfung wird ebenfalls direkt verbindlich festgelegt.

ABLAUF DER IMPFUNG

Wie ist der Ablauf im Corona Center Duisburg?

Vor dem Gebäude gibt es eine Einlasskontrolle. Hier wird die Impfberechtigung geprüft.  

Das Gebäude ist detailliert beschildert. Auch sind entsprechend gekennzeichnete Mitarbeiter auf dem Vorgelände als Ansprechpartner zugegen, um Fragen zu beantworten und die richtigen Laufwege anzuweisen.  

Nach Anmeldung (bitte auf Pünktlichkeit achten) werden an einer ersten Registrierstelle die Zugangsberechtigung und die persönlichen Daten überprüft. Nach einer automatischen Fiebermessung erfolgt die Registrierung und das Abfragen medizinisch relevanter Daten. Anschließend erfolgt bei Bedarf das Impfgespräch und eine individuelle Impfberatung. Bei fehlenden Kontraindikationen (Gegenanzeigen, wenn also nichts gegen eine Impfung spricht) erfolgt die Impfung einschließlich Dokumentation.

Anschließend wird eine 30minütige Beobachtungszeit empfohlen. Diese kann im Zuschauersaal unter der Aufsicht geschulten medizinischen Fachpersonals des Theaters verbracht werden. 

Sollten keine Anzeichen einer möglichen irregulären Impfreaktion bestehen und somit keine Behandlungsbedürftigkeit, verlässt die geimpfte Person das Impfzentrum.

Benötige ich eine Überweisung meines Hausarztes?

Zum derzeitigen Zeitpunkt müssen Impfberechtigte den Nachweis ihres Impftermins, sowie Ihren Personalausweis oder Reisepass mitbringen. 

Ich benötige Unterstützung. Darf mich hierfür eine weitere Person begleiten?

Eine Begleitung von impfberechtigten Personen mit körperlichen Einschränkungen ist durch eine weitere Person möglich. Das Impfzentrum ist barrierefrei und es steht zudem auch Personal zur weiteren Unterstützung bereit. 

Wie wird der Impfstoff verabreicht?

Der Impfstoff (Biontech und Moderna) wird wie jede andere Impfung auch in den Oberarmmuskel injiziert. Eine zweite Dosis wird nach etwa 21 Tagen verabreicht. Der zweite Impftermin wird bei der Vereinbarung des ersten Termins gleich mit vereinbart.

Wie viele Impfungen sind notwendig?

Bei den derzeit zur Verfügung stehenden Impfstoffen sind zwei Impfungen nötig. Die Wiederholungsimpfung erfolgt ca. am 21. Tag nach der ersten Impfung.

SONDERFÄLLE: ALT / KRANK / BARRIEREFREIHEIT

Ich bin bettlägerig und kann das Haus nicht verlassen. Wie kann ich geimpft werden?

Wer die eigene Wohnung nicht verlassen kann, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt geimpft werden. Der derzeit zur Verfügung stehende Impfstoff ist für eine Impfung im häuslichen Bereich nicht geeignet. Sobald weitere Impfstoffe zur Verfügung stehen, die transportabel sind, werden auch diese Personengruppen in ihrer häuslichen Umgebung aufgesucht und geimpft.  

Wie verläuft die Organisation der Impfung in den Heimen?

Heimbewohner*innen werden in ihren Einrichtungen von einem mobilen Impfteam aufgesucht. Der Ablauf der Impfung und der vorherigen Beratung erfolgen nach denselben Kriterien wie im Impfzentrum. Ausreichendes Fach- und Arztpersonal ist vor Ort, um die Impfung und die Impfberatung durchführen zu können.

Ist das Impfzentrum barrierefrei?

Das Impfzentrum verfügt über einen barrierefreien Zugang und barrierefreie Räumlichkeiten. Sollte besondere Unterstützung notwendig sein, ist Hilfe da.

Brauche ich einen aktuellen Covid-19 Test?

Eine Testung vor der Impfung ist nicht notwendig. Allerdings sollten Sie sich nicht impfen lassen, wenn Anzeichen einer COVID-Erkrankung bei Ihnen vorliegen. In Zweifelsfällen besprechen Sie sich vorab mit Ihrem Hausarzt.

NACH DER IMPFUNG

Ich bin geimpft worden und fühle mich jetzt krank. Was muss ich tun?

Sollte es Ihnen nach der Impfung schlecht gehen, wenn Sie bereits wieder zu Hause sind, so ist der Hausarzt – wie sonst auch - Ihr erster Ansprechpartner. 

In Notfällen ist natürlich ein Notarzt zu kontaktieren.

Ich bin geimpft worden, muss ich noch eine Maske tragen und mich an die CoronaSchVO halten?

Ja, auch nach der Impfung ist weiterhin eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Einwohner*innen notwendig. Ein Einhalten der AHA+L+A-Regeln (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen, Lüften, Corona-warn-App benutzen) wird weiterhin dringend empfohlen.

INFORMATIONEN RUND UM DIE IMPFSTOFFE

Welche Impfstoffe werden aktuell geimpft?

Derzeit kann man mit Impfstoff der Firma Biontec (Impfstoffname: Comirnaty), Moderna (Impfstoffname: COVID-19 Vaccine Moderna; kurz: Moderna) und Astra Zeneca (Impfstoffname: COVID 19 Vaccine AstraZeneca) geimpft werden.

Der Impfstoff Moderna wird aktuelle nur in den Kliniken geimpft. In den Impfzentren wird hauptsächlich mit den Impfstoffen der Firmen AstraZeneca und Biontec geimpft.

Wodurch unterscheiden sich die Impfstoffe?

Die Impfstoffe unterscheiden sich insbesondere durch ihre Funktionsweise. Bei den Impfstoffen der Firmen Moderna und Biontec handelt es sich um neuartige mRNA-Impfstoffe. Hier findet die Bildung der Immunabwehr statt, indem Bruchstücke des Viruserbmaterials in den Köper eingebracht werden und der Körper darauf mit der Bildung einer Immunantwort reagiert. Ihr Erbgut wird dadurch nicht verändert.

Der Impfstoff der Firma AstraZeneca ist ein sogenannter Vektorimpfstoff. Hier werden für den Menschen  harmlose Viren in den menschlichen Körper eingebracht, wodurch dann der Immunschutz gebildet werden kann. Dies ist ein jahrelang erprobtes und bewährtes Verfahren, dass bereits bei vielen anderen Impfungen Anwendung findet.

Ein weiterer wichtiger Unterschied, der für die Patienten aber eher zweitrangig ist, besteht in der Unterschiedlichen Lagerung und Aufbereitung der Impfstoffe. Hierbei handelt es sich Faktoren, die in der Logistik der Verimpfung berücksichtigt werden müssen.

Bestehen Unterschiede zwischen den mRNA Impfstoffen (BioNtec und Moderna)?

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft bestehen keine Wirkunterschiede zwischen den oben genannten Impfstoffen.

Wieso wirkt der AstraZeneca Impfstoff gut?

Der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca ist hochwirksam. Er verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine COVID-19-Erkrankung oder mildert bei Erkrankungen die Symptome. Keiner der zweimal geimpften Studienteilnehmenden der Zulassungsstudien musste nach einer AstraZeneca-Impfung mit einer Coronavirus-2-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Welche Nebenwirkungen sind bei Impfungen mit dem AstraZeneca Impfstoff möglich?

Nach aktueller Studienlage (29.01.2021) ist der Vektorimpfstoff von AstraZeneca in Bezug auf die Sicherheit mit den mRNA-Impfstoffen vergleichbar. Akute Nebenwirkungen (Impfreaktionen) traten nicht häufiger auf als bei mRNA-Impfstoffen der Firmen Moderna oder BioNtec.

In klinischen Prüfungen mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca waren die am häufigsten berichteten Impfreaktionen bei den Geimpften (≥ 18 Jahre) Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (> 60 %), Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen und Ermüdung (> 50%), Muskelschmerzen und Krankheitsgefühl (>40%), Fiebrigkeitsgefühl und Schüttelfrost (>30%), Gelenkschmerzen und Übelkeit (>20%). Häufig (zwischen 1% und 10%) traten Fieber >38°C, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle, Übelkeit und Erbrechen auf. Gelegentlich (zwischen 0,1% und 1%) wurde über Lymphknotenschwellung, Juckreiz oder Hautausschlag berichtet.

Diese Reaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und sind nicht mit schwereren oder länger andauernden Erkrankungen verbunden. Die Art der unerwünschten Reaktionen spiegelt in der Regel die normale Immunantwort des Körpers auf die Impfung wider.

Wieso ist der Impfstoff von Astra-Zeneca nur für Personen bis 65 Jahre zugelassen?

Der Impfstoff der Firma Astra-Zeneca wurde bislang nur an Menschen bis zum 65. Lebensjahr klinisch getestet. Weiter Untersuchungen laufen, um den Einsatz bei jüngeren und älteren Patienten später zu ermöglichen.

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